Pressemitteilung
Streit im ÖPNV legt Autoverkehr lahm
Am vergangenen Montag hatte ja die Gewerkschaft Verdi zum Streik im ÖPNV aufgerufen. Dieses legitime Vorgehen zeitigte natürlich Wirkungen: so musste in Augsburg der Bus- und Tram-Verkehr der Stadtwerke eingestellt werden, da nicht genügend verbeamtete FahrerInnen und Fremdanbieter zur Verfügung standen.
Deutlich gemerkt haben das Fehlen des ÖPNV vor allem die AutonutzerInnen. Auf vielen Hauptverkehrsrouten ging es nur im Stopp and Go mühsam voran. Teils reichten die Staus von einer Ampelkreuzung bis zur nächsten. ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger berichtet, er habe selbst eine Fahrt unternommen, die er normaler Weise mit dem ÖPNV durchgeführt hätte: „Ich habe den Eindruck, dass die Autofahrenden mit der Situation sehr diszipliniert umgegangen sind. Aber letztlich war ich doch sehr viel länger unterwegs, als es normalerweise gedauert hätte“, so Pettinger.
An so einem Tag zeige sich deutlich, wo Augsburg stünde, wenn der ÖPNV nicht funktionierte: chronische Verkehrsinfarkte wären die Folge. Pettinger: „Da zeigt sich für mich, was der ÖPNV in unserer Stadt Tag für Tag leistet. Davon profitieren dann nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die AutofahrerInnen, die dann einfach auch besser vom Fleck kommen. Für mich heißt das, wir müssen den ÖPNV weiter ausbauen und stärken, sowie die zwischenzeitlichen Defizite beim Takt und Personal schnellst möglich beheben.“ Pettinger, der ja auch einer der Sprecher des gerade angelaufenen ÖPNV-Bürgerbegehrens ist, fühle sich durch den Streiktag in seinem Einsatz für ein leistungsfähigeres Tramsystem in Augsburg bestätigt. „Mit unserem Bürgerbegehren ‚Herz-OP für die Tram‘ wollen wir genau dies gewährleisten: einen störungsfreien, leistungsstarken ÖPNV zum Nutzen der Fahrgäste und aller anderen VerkehrsteilnehmerInnen“, so Pettinger.
