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Pressemitteilung

ÖDP stellt Anfrage an OB nach genauer Zahl der Linienunterbrechungen bei der Tram in den letzten fünf Jahren

Wie berichtet ging es kräftig zur Sache im Wirtschaftsausschuss des Augsburger Stadtrates am zurückliegenden Donnerstag. Kern der Kontroverse war eine Stellungnahme von Verwaltung und Stadtwerken, die kurzfristig als Tischvorlage in die Tagesordnung des Ausschusses aufgenommen worden war. Inhaltlich wird in den über 30 Seiten des Dokuments ausgeführt, warum der Vorschlag eines Ringgleises um die Innenstadt aus dem Bürgerbegehren „Herz-OP für die Tram“ von ÖDP und AltAugsburgGesellschaft so nicht umgesetzt werden könne.

Foto: ÖDP Augsburg

ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger, einer der Sprecher des Begehrens, wundert sich in diesem Zusammenhang: „Erstaunlich mit wie viel Energie die Verwaltung und die Stadtwerke in so kurzer Zeit eine Bewertung zustande gebracht haben, die zu belegen scheint, dass unser Vorschlag völlig abwegig sei. Dabei werden dann viele andere Projekte mit angeblich höchster Priorität dagegengestellt, die meines Erachtens in keiner Weise alternativ zu sehen sind. Ich frage mich auch, was die Stadtwerke und die Verwaltung in den letzten fünf Jahren eigentlich daran gehindert hat, diese so hochprioren Projekte endlich anzugehen.“

Laut Pettinger fehlten in der Tischvorlage vor allem die Gründe und Betrachtungen, die für eine Ring-Lösung sprächen. So hätte man in den zurückliegenden Jahren immer wieder erleben müssen, dass wegen Veranstaltungen oder Demos in der Innenstadt einzelne Tram-Äste komplett stillgelegt werden mussten. Zuletzt seien z.B. an den Adventswochenenden die Linie 1 nach Lechhausen und die Linie 2 zum Klinikum geplant ohne Bus-Ersatzverkehr einfach eingestellt worden. Pettinger hat deshalb schon im Vorfeld der Sitzung des Wirtschaftsausschusses eine offizielle Anfrage an OB Weber eingereicht, in der er Klärung über die Anzahl dieser Sperrungen in den letzten fünf Jahren fordert. „Nur wenn wir genau wissen, woran unser Nahverkehrssystem krankt, können wir auch über mögliche Lösungen ergebnisoffen diskutieren. Unser Vorschlag den bestehenden Flaschenhals durch einen Ring um die Innenstadt zu umfahren, sollte dann auch eine objektivere Bewertung erfahren“, so Pettinger.

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