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Kostenlose Corona-Tests dringender denn je

Aktuell zeichnet sich ab, dass die Streichung der kostenlosen Coronatests bei gleichzeitiger Einführung der 3G-Regeln nicht den erhofften Erfolg erzielt hat: die Zahl der Geimpften hat sich kaum erhöht, dafür ist aber die Zahl der Neuinfizierten sprunghaft angestiegen auf bis dato noch nicht gekannte Höhen. Die Politik von Bund und Land, durch die Streichung der kostenlosen Tests den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen, muss also als gescheitert betrachtet werden.

Damit sieht sich die ÖDP in ihrem Protest gegen die Abschaffung der kostenlosen Tests bestätigt. ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger hatte bereits Anfang September in einem Antrag an die Stadt gefordert, die Corona-Tests weiterhin kostenlos oder zumindest sehr kostengünstig anzubieten. Dieser Vorstoß war damals von Gesundheitsreferent Erben aus Kostengründen rundweg abgelehnt worden. „Dass wir jetzt mit erheblichen Ansteckungszahlen zu kämpfen haben, liegt sicher auch daran, dass wenn sich weniger Leute testen lassen, viele Infektionen gerade auch bei Geimpften unerkannt bleiben. Der ungebremsten Verbreitung des Virus ist damit Tür und Tor geöffnet“, so Pettinger.
Ausbaden müssten das dann die städtischen Angestellten, die nun vermehrt ins Gesundheitsamt zur Corona-Nachverfolgung abgestellt würden. Dies hat innerhalb der Stadtverwaltung schon zu erheblichen Engpässen bei der regulären Arbeit geführt. Wie berichtet, mussten z.T. auch Einrichtungen gänzlich geschlossen werden. Dies stößt dann natürlich wiederum bei den BürgerInnen auf Kritik. Pettinger: „Wir werden die Pandemie auf Dauer nur dann unter Kontrolle bekommen, wenn sich alle, die Kontakt zu anderen haben, regelmäßig testen lassen können. Dabei ist es völlig egal, ob die Betreffenden geimpft, genesen oder ungeimpft sind. Denn Alle können den Erreger übertragen und verbreiten!“ Pettinger ist mit dieser Einschätzung nicht allein: auch auf Bundesebene mehren sich inzwischen die Stimmen, die hier eine sofortige Wiedereinführung kostenloser Tests fordern. Deshalb müsse sich jetzt auch die Augsburger Stadtspitze vehement beim Freistaat und Bund dafür einsetzen, dass die Kosten für die Corona-Tests wenigstens teilweise wieder von dort getragen würden. Zudem müsse sich die Stadt fragen lassen, was ihr die Erreichung eines Normalzustandes beim Service für die BürgerInnen wert sei.  

 

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