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Pressemitteilung

Kostenlose Menstruationsprodukte in städtischen Gebäuden: ÖDP fordert Ausbau des Angebots in Augsburg

Mit einer Stadtratsanfrage setzt sich die ÖDP-Fraktion für einen besseren Zugang zu Menstruationsprodukten in öffentlichen Einrichtungen ein. Hintergrund ist unter anderem, dass der Menstruationsartikelspender im Augsburger Zeughaus seit längerer Zeit außer Betrieb ist und das Angebot dort inzwischen vollständig weggefallen ist.

„Menstruationsprodukte gehören zum täglichen Bedarf. Wer unerwartet darauf angewiesen ist, sollte in öffentlichen Gebäuden unkompliziert Hilfe finden können. So selbstverständlich wie bei Toilettenpapier oder Seife!“ erklären Maria Brandenstein und Birgit Höfer vom ÖDP-Frauengesundheits-Arbeitskreis.

In einer Anfrage an die Stadtregierung möchte die ÖDP deshalb unter anderem vom Gesundheitsamt wissen, wie die Notwendigkeit einer niedrigschwelligen Versorgung bewertet wird, welche Modelle sich bewährt haben und in welchen städtischen Einrichtungen bereits Menstruationsprodukte angeboten werden. Außerdem wird nach den Plänen der Stadt gefragt, das Angebot künftig auszubauen. Andere Städte wie Freiburg, Heidelberg oder Kempten zeigen bereits, dass kostenlose Menstruationsprodukte in Rathäusern, Bibliotheken, Schulen und weiteren öffentlichen Gebäuden mit überschaubarem Aufwand bereitgestellt werden können. Auch an der Universität Augsburg sowie an einzelnen Augsburger Schulen gibt es bereits entsprechende Angebote.

Die ÖDP spricht sich dafür aus, diese positiven Beispiele aufzugreifen und auch in Augsburg ein stadtweites Konzept zu entwickeln. Ein Pilotprojekt in stark frequentierten Gebäuden wie dem Rathaus, den Bürgerbüros, der Stadtbücherei, dem Zeughaus oder öffentlichen Toiletten könnte ein erster Schritt sein. „Die Kosten für ein solches Angebot sind nach den Erfahrungen anderer Kommunen überschaubar. Der Nutzen für die Betroffenen und das Signal für mehr Chancengleichheit sind dagegen groß. Wir erwarten deshalb eine positive Prüfung“, so die beiden Sprecherinnen des ÖDP-Frauengesundheits-Arbeitskreises.

 

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