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ÖDP: Fahrradstadt braucht Neustart

Welcher Augsburger fühlt sich eigentlich als Bürger einer Fahrradstadt? Wer den Versprechungen der aktuellen Stadtregierung Glauben schenkte, durfte für 2020 erwarten, in einer solchen zu leben. Gut, es geschah mehr als in den Jahrzehnten des Stillstandes vorher, aber die wenigsten Augsburger brauchen die Ergebnisse der TU Dresden zum Radanteil, um zu wissen: noch ist Augsburg keine Fahrradstadt.

Die vergangenen vier Jahre erhöhte sich der Radanteil um 2,4 Prozentpunkte auf jetzt 19,4 %. Bei diesem Tempo würde es noch einmal über neun Jahre dauern, um das ursprünglich für 2020 gesetzte Ziel zu erreichen: 25 % Anteil für das Farrad. Nicht einmal eine zusätzliche Stadtratsperiode würde also genügen, um die vollmundigen Versprechungen endlich zu erfüllen." rechnet OB-Kandidat Christian Pettinger vor und schließt: "Klassenziel verfehlt für die Verantwortlichen der jetzigen Regierungskoalition."

Woran liegt es? Jens E. Wunderwald (Platz 3 der ÖPD-Liste), der das Projekt Fahrradstadt vom Anfang an mitgestaltet hat und für die Bürgeraktion Pfersee im begleitenden Ausschuss saß, analysiert:

  • "Es hat an Kraft gefehlt: nach jeder Berechnungsmethode, die mir einfällt, hat die Stadt viel zu wenig Geld und Personal in dieses zentrale Projekt gesteckt.
  • Es hat an Mut gefehlt: die Förderung umweltfreundlichen Verkehrs alleine reicht nicht. Jede Stadt mit gelungener Mobilitätswende reduziert geplant und systematisch den motorisierten Verkehr. Diese Wahrheit wagte die Koalition nicht auszusprechen, geschweige denn danach zu handeln.
  • Es hat auch an Phantasie gefehlt: mehr als einmal gewann ich den Eindruck, dass mehr Geisteskraft in die Begründung der Unmöglichkeit von Verbesserungen floss als in pfiffige Lösungen".

Er folgert: "Ein 'Weiter so' genügt also nicht. Eine wirkliche Fahrradstadt braucht die nötige Kraft, den nötigen Mut und die nötige Phantasie. Einen Neustart."

Deniz Adler (Platz 2 der ÖPD-Liste) hat viele der Kundgebungen der Fridays for Future in Augsburg mitorganisiert. Er meint: "Nach 2019, dem Jahr der Demos, wollen wir jetzt die Bereitschaft zur Veränderung in konkrete Politik umsetzen. Ein langsamer Abschied vom Auto in der Innenstadt hat nicht nur unmittelbare Effekte, wie eben eine sicherere Innenstadt, sondern auch langfristige. Wenn ein Land nicht zwingend auf Öl angewiesen ist, dann kann es frei entscheiden wohin die Reise gehen soll auf internationaler Ebene. Wir wollen mit unserer Arbeit für eine Fahrradstadt zeigen, wie wir als ÖDP Probleme von heute tatsächlich lösen können und den Menschen wieder Hoffnung geben, dass Politik wirklich etwas bewegen kann, sofern eben Mut zu neuen Wegen vorhanden ist. Das wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung."

 

 


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